Evangelische Kirchengemeinde
Sassenberg



Veranstaltungen

"Die Westfälischen Nachrichten" berichten am 25. August 2011:

Urlaub ohne Kofferpacken



26 Senioren und 20 Ehrenamtliche genießen eine Woche „Urlaub ohne Koffer“. Stützpunkt der vielen Aktionen und Aktivitäten ist das barrierefreie evangelische Gemeindehaus in Sassenberg.
Foto: (Waßmann)

Sassenberg - Bei hochsommerlichen Temperaturen kamen die Senioren aus Beelen, Füchtorf und Sassenberg am Montag im Gemeindehaus ganz schön ins Schwitzen. Nach dem "Ankommen und Kennenlernen" bekamen sie Besuch vom Bürgermeister höchstpersönlich. Josef Uphoff tröstete die Senioren und Ehrenamtlichen schmunzelnd mit den Worten "Sie wollten ja einen Sommerurlaub". Der "Urlaub ohne Koffer" wird gemeinsam getragen von den beteiligten Kirchengemeinden und fachlich begleitet von Horst Möllmann vom Caritasverband im Kreisdekanat Warendorf.
"Eine Gruppe katholischer und evangelischer ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen aus den drei beteiligten Gemeinden hat die Maßnahme intensiv vorbereitet", unterstreicht Möllmann und lobt zugleich den intensiven Einsatz der Ehrenamtlichen während der ganzen Woche. Nur so sei eine Realisierung der Maßnahme, die finanziell von der Volksbank vor Ort unterstützt wird, möglich.
"Die 26 Senioren sind betagte oder allein stehende ältere Menschen, die von sich aus nicht mehr an normalen Urlaubs- und Reiseangeboten teilnehmen", erläutert Möllmann. Über ihre Kirchengemeinde werden die Männer und Frauen besucht und zur Teilnahme eingeladen. Jeden Morgen werden die Urlauber von einem ehrenamtlichen Fahrdienst von zu Hause abgeholt und zum "Urlaubsziel" gefahren. Im barrierefreien Gemeindehaus wird gemeinsam gesungen, gespielt, gebastelt und auch gegessen.
Auf dem abwechslungsreichen Programm stehen auch Ausflüge, wie zum Hof Lohmann in Freckenhorst, und Besichtigungen der Bäckerei Haverkamp oder des Gartens der Familie Lückewerth. Bei all den Aktionen kommt auch die Entspannung nicht zu kurz. Wer möchte, kann sich im Gemeindehaus-Garten auf die Bank zum Klönen zurückziehen. In einem speziell eingerichteten Ruheraum stehen Liegesessel parat, die gerne und reichlich genutzt werden.
Am Dienstagmorgen verzierten die Urlauber unter Anleitung von den drei Profi-Bastlerinnen Marion Arnemann, Erika Koch und Christel Wolff Blumentöpfe in Servietten-Technik. Zum Rundum-Service gehört auch, dass auf Wunsch sogar die passenden Blümchen besorgt werden, verrät Hannelore Blanke. Die Vorsitzende der Frauenhilfe Sassenberg sorgt mit den anderen Ehrenamtlichen dafür, dass den Urlaubern wirklich jeder Wunsch von den Augen abgelesen und eine tolle Woche beschert wird. So erleben die Senioren eine Woche voller Gemeinschaft und Kreativität. "Wichtig ist dabei auch die Stärkung des Lebensmutes", unterstreicht Möllmann ein Ziel des "Urlaubs ohne Koffer".
VON MICHELE WASSMANN, WARENDORF



berichtet am 26. November 2010:


Dr. Dieter Beese,Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Münster,
und Pfarrer Michel Prien (v.l.) freuten sich über die rege Teilnahme an der
Finazsynode. (Bild: D. Reimann)

Evangelische Finazsynode
Die Gemeinde ist gute Gastgeberin

Sassenberg (dor). Die evangelische Kirchengemeinde war am Donnerstag erneut Gastgeber der Finanzsynode des Kirchenkreises Münster: Dazu konnten Superintendent Dr. Dieter Beese sowie Pfarrer Michael Prien 120 Presbyterinne und Presbyter sowie Pfarrer und Pfarrerinnen aus dem gesamten Kirchenkreis Münster begrüßen.
Laut Duden ist eine Synode "eine aus Beauftragten der Kirchengemeinde (Geistliche und Laien) bestehende Versammlung, die Fragen der Lehre und kirchlichen Ordnung regelt und Trägerin kirchlicher Selbstverwaltung ist." Zweimal im Jahr kommen die Synodalen, also diejenigen, die an einer Synode teilnehmen, im Kirchenkreis Münster zu einer solchen Versammlung zusammen, erklärte Pfarrer Michael Prien. Während der ersten Synode des Jahres würden stets kirchliche Themenstellungen erörtert, die zweite Zusammenkunft des Jahres sei dagegen immer eine Finanzsynode.
Wie Michael Prienweiter sagte, werde auf der Finanzsynode jeweils der Haushalt, den die Landessynode für die evangelische Kirche Westfalens beschlossen hat, vorgestellt. "In diesem Haushalt wird die Höhe der Kirchensteuer festgeschrieben, die die 31 Kirchenkreise, über einen Schlüssel zugewiesen bekommen." In den vergangenen Jahren waren das für den Kirchenkreis Münster stets um die zehn Millionen Euro, berichtete Michael Prien. Auf der Finanzsynode wurde erörtert, wie der Kirchenkreis die eingegangenen Kirchensteuern an die Gemeinden zu verteilen gedenkt. Wie Prien berichtete, gebe es eine Finanzsatzung. Hierin sei festgeschrieben, dass etwa 60 Prozent der Einnahmen an die Gemeinden gingen, die restlichen 40 Prozent seien für funktionale Dienste und für die Verwaltung der Kirchengemeinde vorgesehen, erklärt er die komplexe Verteilungsstruktur.
Angesichts derartig harter Fakten, die auf Finanzsynoden erörtert werden, ist es gut, wenn die Atmosphäre am Ort des Geschehens stimmt. Sassenberg hat sich bereits einmal vor drei Jahren als guter Gastgeber erwiesen. Diesem Ruf wurde die evangelische Gemeinde am Donnerstag erneut gerecht.
Um 16 Uhr waren die Synodalen zunächst zu einem gemütlichen Kaffeetrinken ins Gemeindehaus geladen. Hierfür hatten Gemeindeglieder Kuchen und Torten gebacken. Nach dem Kaffeetrinken erfolgte eine kurze Andacht in der Gnadenkirche. Um 17 Uhr gingen die Synodalen in den Sitzungssaal des Rathauses, wo die Zahlen vorgestellt wurden.