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Evangelische Kirchengemeinde
Sassenberg |
Das Presbyterium wurde am 5. Februar 2012 neu gewählt

Die Mitglieder des Presbyteriums.
Demokratische Strukturen in unser ev. Kirche.
berichtet über die Kandidaten für die Wahl in das Presbyterium am 5. Februar 2012
Hinter den Kulissen aktiv
Anja Zumbrink macht die Arbeit Spaß
Anja Zumbrink ist seit 2003 im Prebyterium und möchte gerne weitermachen. (Foto: Lieber)
-uli- SASSENBERG. Am 5. Februar finden die Wahlen zum Presbyterium statt. Sieben Kandidaten bewerben sich für sechs Plätze.
Die Westfälischen Nachrichten stellen die Kandidaten in einer kleinen Serie vor. Den Auftakt macht Zierpflanzengärtnerin
Anja Zumbrink, dienstältestes Mitglied des Gremiums.
Seit wann sind Sie Presbyter?
Zumbrink: Seit Januar 2003, ich bin damals für Susanna Langner nachgerückt. Jemand aus der Gemeinde kannte mich. Ich habe
dann etwas überlegen müsssen, denn meine Kinder waren noch sehr klein, aber dann habe ich zugesagt.
Warum wollen Sie Presbyter werden?
Zumbrink: Weil ich es gut finde, sich ehrenamtlich zu engagieren. Da habe ich die Kirche für mich als gläubigen Menschen
gefunden.
Welche Aufgaben haben Sie als Presbyter?
Zumbrink: Zurzeit nichts Besonderes. Am Anfang bin ich immer zu den Synoden gefahren, aber das macht jetzt jemand anderes. Im
Sommer übernehme ich den Lektorendienst, mache Besuche und verteile die Gemeindebriefe.
Was reizt Sie besonders an dieser Aufgabe?
Zumbrink: Es wäre schön, die Menschen mitzureißen, das ist aber schwer. Ich möchte noch mehr Gemeinschaft und noch mehr
Zusammenhalt erreichen, das wäre toll.
Wie können Sie selbst das gemeindliche Leben mitgestalten?
Zumbrink Ich bin nicht der Typ, der viel redet, sondern der hinter den Kulissen wirkt. Es macht mir nichts aus, bei den
Aktionen zu helfen.
Wie haben Sie Ihre Arbeit als Presbyter bislang erlebt?
Zumbrink: Es hat immer sehr viel Spaß gemacht. Manchmal ist es schwer, wenn man etwas entscheiden muss, das ist nicht
immer einfach. Manchmal wird man auch dafür kritisiert, aber das ist von außen schwer zu beurteilen.
Doris Sternberg ist Synodalbeauftragte

Doris Sternberg ist seit 2004 im Presbyterium aktiv und Synodalbeauftrage. (Foto Lieber)
-uli- Füchtorf. Am 5. Februar finden die Wahlen zum Presbyterium statt. Sieben Kandidaten bewerben sich für sechs Plätze.
Die Westfälischen Nachrichten stellen die Kandidaten in einer kleinen Serie vor. Für Füchtorf geht die Industriekauffrau
Doris Sternberg ins Rennen.
Seit wann sind Sie Presbyterin?
Sternberg: Seit 2004, ich war bis dahin Vorsitzende vom Gemeindebeirat der evangelischen Kirche und wurde angesprochen,
ob ich nicht Interesse habe, denn es war jemand ausgeschieden.
Warum wollen Sie Presbyter werden?
Sternberg: Weil mir die Arbeit Spaß macht, und weil ich es wichtig finde, dass Leute in der Gemeinde in den Bereichen tätig
sind. Mir macht es Spaß und man lernt eine Menge an Leuten und Aufgaben kennen. Ich fahre zu den Synoden mit,
das ist hochinteressant.
Welche Aufgaben haben Sie als Presbyter?
Sternberg:Ich bin Synodalbeauftragte und fahre zu den Kreissynoden. Da werden Beschlüsse für den gesamten Kirchenkreis
getroffen. Unter anderem werden die finanziellen Rahmenbedingungen festgelegt, der Superintendent gewählt und
Vertreterwahlen durchgeführt. Überhaupt werden dort die Rahmenbedingungen für die Führung der Kirchengemeinden besprochen.
Man lernt auch Presbyter und Pfarrer aus anderen Gemeinden kennen und hört und sieht viel. Jetzt im Februar ist eine Sondersynode.
Zudem bin ich im Stiftungsvorstand des guten Hirten.
Was reizt Sie besonders andieser Aufgabe?
Sternberg: Diese Vielfältigkeit der Aufgaben. Man kann in allen Bereichen tätig werden und versuchen, Leute zu gewinnen. So
wird es nie langweilig, denn man wird immer wieder mit neuen Leuten und neuen Aufgaben konfrontiert und
nicht nur in der Gemeinde, sondern auch Kreisebene.
Wie können Sie selbst das gemeindliche Leben mitgestalten?
Sternberg: Zum Beispiel bin ich hier noch im Mütterclub aktiv, der aus einer Spielgruppe übrig geblieben ist. Wir treffen uns
einmal im Monat und suchen immer noch neue Mitglieder. Außerdem bin ich als Lektor, Abendmahlhelfer
und einmal im Monat als Küsterin im Einsatz.
Wie haben Sie Ihre Arbeit als Presbyter bislang erlebt?
Sternberg: Wenn ich die acht Jahre sehe, hat es sehr viel Spaß gemacht und hat mir eine Menge Neues gebracht.
Über Finanzreform nachdenken

Wilfried Schröer ist seit 2003 im Presbyterium und vertritt die Greffener Interessen. (Foto: Lieber)
Greffen - Am 5. Februar finden die Wahlen zum Presbyterium statt. Sieben Kandidaten bewerben sich für sechs Plätze.
Die Westfälischen Nachrichten stellen die Kandidaten in einer kleinen Serie vor. Für Greffen ist Maschinenbauingenieur
Wilfried Schröer Mitglied im Gremium.
Seit wann sind Sie Presbyter?
Schröer: Ich war Quereinsteiger, denn eine Frau aus Greffen wurde schwanger und musste aufhören. Das war 2003, und dann wurde
ich 2004 offizielles Mitglied. Es gab damals keine Wahl. Angesprochen hatte mich Pfarrer Michael Prien.
Warum wollen Sie Presbyter werden?
Schröer: Ich möchte die evangelischen Christen von Greffen vernünftig in Sassenberg vertreten, denn es gibt nicht so viele in
Greffen. Wir sind hier eine Enklave. Ich bin vom Elternhaus grundsätzlich protestantisch geprägt, und das Engagement ist mehr,
als nur zu Weihnachten in die Kirche zu gehen. Ich finde es wichtig, dass auch aus Füchtorf und Greffen Presbyter in
Sassenberg sind. Sonst gehen auch wichtige Infos für die Orte verloren.
Welche Aufgaben haben Sie als Presbyter?
Schröer: Ich habe aktuell keinen besonderen Auftrag. Ich bin aber auch in der Stiftung „Der gute Hirte“ im Vorstand tätig.
Was reizt Sie besonders an dieser Aufgabe?
Schröer: Man hat die Möglichkeit, durch das Gremium bestimmte Entscheidungen zu beeinflussen. Ich kann Weichen stellen,
etwas mitgestalten, die Ohren offen halten, wie man Leute motivieren kann. Es gibt aber natürlich auch schwierige
Entscheidungen.
Wie können Sie selbst das gemeindliche Leben mitgestalten?
Schröer: Es kann jeder mitgestalten, denn es werden immer ehrenamtliche Leute gesucht. Bis vor ein paar Jahren hatten wir
noch einen hauptamtlichen Küster, den haben wir nicht mehr. Es gibt Veranstaltungen wie den Allerheiligenmarkt, Pfarrfeste
oder den Stand des guten Hirten. Wenn man will und Zeit genug hat, kann man sich pausenlos engagieren, aber da ich berufstätig
bin, bin ich da doch etwas eingeschränkt.
Wie haben Sie Ihre Arbeit als Presbyter bislang erlebt?
Schröer: In den ersten Jahren bis 2007/08 war es eine relativ entspannte Angelegenheit. Es gab keine Probleme mit dem
Haushalt, Planungen konnten umgesetzt werden. Danach kam heraus, dass mittel- und langfristig weniger Geld da ist. Wir konnten
keinen Küster mehr bezahlen, und auch andere Tätigkeiten fielen weg. Da gab es schon kontroverse Diskussionen und auch mehr
Unruhe unter den Gemeindegliedern. Auch die Beteiligung der Leute an den Gemeindefesten ging deutlich zurück. Aber aufgrund
der Finanzen haben wir keine Wahl. Es ist nicht immer einfach. Insofern fällt mein Fazit durchwachsen aus, aber ich hoffe,
dass es wieder aufwärts geht. da sind letztlich Politik und Kirchenleitung gefragt. Man sollte mal über eine Finanzreform
nachdenken.
VON ULRICH LIEBER, WARENDORF
Von der Schule direkt ins Presbyterium
Gerhard Schütz ist Kirchenmeister
Gerhard Schützt ist seit 2006 im Prebyterium und hat als Kirchmeister viele Aufgaben. (Foto: Lieber)
-uli- SASSENBERG. Am 5. Februar finden die Wahlen zum Presbyterium statt. Sieben
Kandidaten bewerben sich für sechs Plätze. Die Westfä- lischen Nachrichten stellen
die Kandidaten in einer klei- nen Serie vor. Heute beantwortet der Pensionär und
ehemalige Lehrer Gerhard Schütz die Fragen.
Seit wann sind Sie Presbyter?
Schütz: Ich bin seit 2006 Presbyter und bin damals eingesprungen. Pfarrer Michael Prien hatte mich schon früher angesprochen,
aber ich wollte erst in Pension gehen. Ich hatte freitags meinen letzten Schultag. und am Montag stand der Pfarrer vor der Tür.
Warum wollen Sie Presbyter werden?
Schütz: Mir macht es einfach Spaß. Ich engagiere mich für die Kirche, denn
ich komme selbst aus einer Pastorenfamilie
Welche Aufgaben haben Sie als Presbyter?
Schütz: Ich bin Kirchenmeister, und die Finanzen liegen in meiner Obhut. Es ist schon eine herausgehobene Position, denn ich
hätte theoretisch die Möglichkeit, mit dem Pfarrer kurzfristig Entscheidungen zu treffen. Zudem übernehme ich Küsterdienst,
Altardienst, Lektorendienst und Predigtdienst. Als Kirchenmeister habe ich viele Aufgaben, unter anderm leite ich auch den
Projektchor.
Was reizt Sie besonders an dieser Aufgabe?
Schütz: Das Leben in der Gemeinde. Wir sind eine kleine Kirchengemeinde
und haben zudem Querverbindungen zum Lebens-Mittel-Punkt. Das ist sehr hilfreich. Auch meine Frau ist aktiv und übernimmt
Altar- und Lektorendienst. Ich bin sehr ins kirchliche Leben eingebunden.
Wie können Sie selbst das gemeindliche Leben mitgestalten?
Schütz: Durch Präsenz und Hilfe bei den Märkten. Eigentlich bei allem, was so anfällt, auch hinter den Kulissen. Das gefällt
mir gut. Jeder kann durch eigene Ideen mitgestalten. Dazu gehört auch, Campinggäste anzusprechen.
Wie haben Sie Ihre Arbeit als Presbyter bislang erlebt?
Schütz: Die Arbeit in der Runde macht großen Spaß.
Man macht sich nicht kaputt, aber man muss auch nicht faulenzen. Ab und zu
mal eine neue Idee einbringen, auch wenn das nicht immer funktioniert. Und die
Harmonie in unserem Presbyterium ist nicht selbstverständlich.
Guter Draht zur Jugend
Martin Lerchner ist gerne auf der Bühne aktiv

Martin Lerchner ist seit acht Jahren Mitglied im Presbyterium und setzt auf die Jugend. (Foto: Lieber)
-uli- SASSENBERG. Am 5. Februar finden die Wahlen zum Presbyterium statt. Sieben Kandidaten bewerben sich für sechs Plätze.
Die Westfälischen Nachrichten stellen die Kandidaten in einer kleinen Serie vor. Heute bezieht Schlosser Martin Lerchner
Stellung.
Seit wann sind Sie Presbyter?
Lerchner: Ich bin seit etwa acht Jahren im Presbyterium. Pfarrer Winfried Böttcher hatte mich angesprochen, ich war damals
Trainer bei den Fußballern des VfL. Dann kam der Wechsel zu Pfarrer Michael Prien, und ich bin bei ihm angefangen.
Warum wollen Sie Presbyter werden?
Lerchner: Weil wir eine gute Truppe sind und der Zusammenhalt gut klappt. Und weil ich einen Draht zur Jugend habe. Ich bin
ja zudem selbst Pfarrerssohn.
Welche Aufgaben haben Sie als Presbyter?
Lerchner: Ich bin der Jugendpresbyter, übernehme aber ab und zu auch das Küsteramt. Das heißt, aufschließen, Kerzen anzünden,
läuten und so weiter.
Was reizt Sie besonders an dieser Aufgabe?
Lerchner: Eigentlich die Arbeit mit der Jugend, aber auch mit den anderen Gemeindegliedern. Ich hätte gerne mehr Zeit, um sie in
diese Arbeit zu investieren, aber ich bin beruflich stark eingebunden.
Wie können Sie selbst das gemeindliche Leben mitgestalten?
Lerchner: Ich gestalte zum Beispiel die Feste mit. Das letzte Gemeindefest habe ich mit Hannelore Blanke mitgestaltet. Ich
trete auch gerne auf der Bühne auf, zuletzt bei Räuber Hotzenplotz überfällt die Postkutsche, da war ich der Räuber. Beim
ökumenischen Pfarrfest in Füchtorf bin ich auch schon als Wolfgang Petry aufgetreten. Ich betreue aber auch den Bierstand oder
grille Würstchen. Außerdem bin ich natürlich über die Presbyteriumssitzungen an wichtigen Entscheidungen beteiligt.
Wie haben Sie Ihre Arbeit als Presbyter bislang erlebt?
Lerchner; Man muss sich schon selbst einbringen, man macht ab und zu auch selbst Lesungen oder gibt das Abendmahl aus.
Insgesamt waren es jedenfalls mehr positive als negative Erfahrungen. Es ist interessant, denn man erfährt über
viele Themen etwas. Zudem sind wir ein gutes und harmonisches Team. Einmal im Jahr machen wir sogar eine gemeinsame Radtour.
"Ich möchte mich engagieren"
Gerhard Disterheft ist der einzige Neuling in der Runde

Gerhard Disterheft ist der einzige Neuling im Kanidatenteam und möchte sich engagieren. (Ffoto: Lieber)
-uli. SASSENBERG. Am 5. Februar finden die Wahlen zum Presbyterium statt. Sieben Kandidaten bewerben sich für sechs Plätze.
Die Westfälischen Nachrichten stellen die Kandidaten in einer kleinen Serie vor. Der einzige Neuling in der Runde der
Kandidaten ist der Rentner Gerhard Disterheft, der die Greffener Interessen vertreten möchte.
Warwm wollen Sle Presbyter werden?
Disterheft: Ich möchte mich in der Kirchengemeinde engagieren. Ich habe bei Festen schon ein wenig mitgeholfen und bin nicht
ganz unbekannt. Ich bin dann angesprochen worden, ob ich Interesse habe.
Welche Aufgaben hätten Sie als Presbyter?
Disterheft: Das weiß ich noch gar nicht. Ich bin da offen für alle Aufgaben und würde mich einarbeiten. Zurzeit verteile ich
die Kirchenzeitung, und mache Aufgaben, die in der Gemeinde so anfallen.
Was reizt Sie besonders an dieser Aufgabe?
Disterheft: Mit den Menschen zusammenzukommen, Probleme anhören, gemeinsam beraten, wie man sie lösen kann. Ich habe ein
offenes Ohr für die Menschen und bin auch Mitglied im VdK Greffen. Dort habe ich auch schon ein wenig Erfahrung gesammelt,
auch in der Vorstandsarbeit.
Wie können Sie selbst das gemeindliche Leben mitgestalten?
Disterheft: Man kann Leute animieren, dass man zusammenkommt und die Kirche besucht. Bei Gemeindefesten mitorganisieren
und die Leute dazu bringen, dass sie auch kommen. Meine Frau engagiert sich auch. Sie ist in der Frauenhilfe in Greffen
tätig.
berichtet am 02. Januar 2012
Wichtige Wahl im Februar
Pfarrer Michael Prien (l.) begrüßte viele evangelische Gemeindeglieder
beim Sektempfang im evangelischen Gemeindehaus. Foto:(Wessel)
Sassenberg - Die anstehende Wahl zum Presbyterium ist für Pfarrer Michael Prien eine ganz wichtige demokratische Entscheidung.
Dies betonte er in seiner Ansprache beim traditionellen Neujahrsempfang im evangelischen Gemeindehaus. Nach dem gemeinsamen
Gottesdienst trafen sich viele Gemeindeglieder anschließend gegen 11 Uhr zum Sektempfang. Anschließend übernahm Pfarrer Prien
das Wort und blickte auf das abgelaufene Jahr zurück. Dabei berichtete er über die Arbeit der vielen verschiedenen Gruppen der
Gemeinde und erklärte, wofür sie zuständig sind. Doch dann richtete er den Blick nach vorne und gab einen Ausblick auf das
neue Jahr 2012. Neben der Wahl zum Presbyterium am 5. Februar wies er auf den Osterbasar und die alljährlichen
Mutter-Kind-Märkte hin, die wie immer im evangelischen Gemeindehaus stattfinden werden.
Zu den Gästen gehörte auch Bürgermeister Josef Uphoff, der ebenfalls ein paar Worte an die Gäste richtete. Dabei ging er vor
allem auf den Geburtenrückgang ein. Im abgelaufenen Jahr seien nur 91 Kinder geboren worden, die 2017 eingeschult werden.
Demnach werde die Sassenberger Grundschule in Zukunft nur noch vierzügig, statt wie in den letzten Jahren sieben- bis
achtzügig sein. Er erklärte auch, dass die Stadt und die Kirche viel voneinander lernen können und wünschte Pfarrer Prien
viel Glück für die Kirchenwahl.
berichtet am 27. Dezember 2011
Sieben Kandidaten
Pfarrer Michael Prien ist kraft Amtes
Mitglied im Presbyterium. Am 5. Februar
wird neu gewählt.Foto: (Lieber)
Sassenberg/Füchtorf - Im neuen Jahr steht schon sehr früh eine wichtige Wahl in der evangelischen Kirchengemeinde an.
Am 5. Februar wird über die neuen Presbyter abgestimmt, und Pfarrer Michael Prien freut sich, dass es tatsächlich zu einer
Wahl kommen wird. Denn es stehen sieben Kandidaten für sechs Plätze im Presbyterium bereit. Das heißt, dass am Ende genau
ein Kandidat übrig bleiben wird.
Probleme haben die Kandidaten damit nicht. "Das ist Demokratie", sagt Gerhard Schütz, der seit 2006 dem Gremium angehört.
"Man würde sich schon fragen, warum ich? Aber man muss locker bleiben", sagt Anja Zumbrink, seit Januar 2003 dabei und damit
die dienstälteste. Sie findet es schade, dass sich nicht noch mehr Kandidaten gemeldet haben. "Kritisiert wird immer gerne,
aber selber machen will es keiner", bemängelt Gerhard Schütz.
Ganz neu im Kreis der Kandidaten ist Gerhard Disterheft, und deshalb meint er: "Für mich wäre es sicher am einfachsten zu
verkraften, wenn ich nicht gewählt würde. Aber ich hatte auch gehofft, dass sich mehr Leute melden."
Es gibt diesmal einige Veränderungen, denn die Wahlperiode wurde von acht auf vier Jahre reduziert, das ist in ganz
Nordrhein-Westfalen so. "Das ist der Tatsache geschuldet, dass es schwierig ist, die Leute für acht Jahre zu bekommen",
erklärt Prien. Außerdem sei mit Erreichen des 75. Geburtstages auf jeden Fall Schluss, auch mitten in der Amtszeit. Zudem
wird das Presbyterium von acht auf sechs Mitglieder verkleinert, dadurch kommt es überhaupt zur Wahl. Denn sechs der
amtierenden Presbyter treten erneut an, ein Mitglied war bereits vor ein paar Monaten ausgeschieden, und ein Mitglied will
nicht wieder antreten.
Die sieben verbliebenen Kandidaten werden nun in den nächsten Tagen in den WN jeweils in einem Kurzportrait vorgestellt.
VON ULRICH LIEBER, WARENDORF
berichtet am 08. Oktober 2011
Engagierte Christen gesucht
Foto: (Lieber)
Sassenberg/Füchtorf - Die Aufgabe ist spannend, verantwortungsvoll und fordert großes Engagement. „Gemeindeleitung ist sehr
umfassend. Man sollte sie als bewusster Christ antreten“, sagt der evangelische Pfarrer Michael Prien. Gesucht werden
Kandidaten für die Wahl zum Presbyter, die am 5. Februar stattfinden wird. Bis zum 26. November können jetzt Wahlvorschläge
eingereicht werden. Das Mindestalter der Kandidaten beträgt 18 Jahre, das Höchstalter 75 Jahre. „Mit 75 endet die Amtszeit
automatisch, auch wenn man mit 74 erst gewählt worden ist“, erklärt Prien. Außerdem müssen die Kandidaten konfirmiert sein
und fünf unterstützende Unterschriften vorlegen.
Diesmal gibt es einige gravierende Veränderungen. Das gesamte Presbyterium muss neu gewählt werden, und die Amtszeit, die
bislang bei acht Jahren lag, verkürzt sich auf vier Jahre. Bislang wurden von den acht Presbytern immer vier neu gewählt,
künftig gibt es nur noch sechs Presbyter, die dann immer komplett zur Wahl stehen.
„Wenn wir nur sechs Vorschläge haben, dann gibt es keine Wahl, dann sind die Kandidaten automatisch im Presbyterium. Bei mehr
als sechs Vorschlägen wird gewählt, und ich bin sehr daran interessiert, dass es zu einer Wahl kommt“, sagt Pfarrer Prien.
Denn schließlich baue sich eine Gemeinde demokratisch auf, und deshalb sei eine Wahl der richtige Weg. Die Kandidaten, die
am 26. November feststehen, werden dann im Gottesdienst angekündigt. Die Gemeinde hat dann eine Frist bis zum 18. Dezember,
um Einspruch einzulegen, wenn etwas Gravierendes gegen einen Kandidaten spricht. Die Wahl wird dann am 5. Februar nach dem
Gottesdienst im Gemeindehaus stattfinden und bis 18 Uhr dauern.
Doch welche Voraussetzungen sollte ein Kandidat mitbringen? „Man braucht engagierte Menschen, die bereit sind, zu einer
monatlichen Sitzung zusammenzukommen, die bereit sind, sich einzubringen und verschiedene Aufgaben zu übernehmen“, erklärt
Prien. Denn innerhalb des Presbyteriums werden noch einige Aufgaben verteilt. Es gibt einen Jugendpresbyter, einen
Diakoniepresbyter, einen Kirchmeister und einen Synodalen, der die Kirche bei der Kreissynode vertritt. „Die Aufgaben werden
nach der Wahl festgelegt.“ Presbyter beteiligen sich zudem auch am Gottesdienst, indem sie als Lektor oder als Abendmahlshelfer
auftreten. Es gibt auch Presbyter, die Küsteraufgaben übernehmen.
Die Aufgaben sind vielfältig und reichen auch in den Personalbereich, den kirchlichen Haushalt, die Gesetzgebung, den
Unterricht und Projektarbeiten hinein. „Und man muss hin und wieder auch mal unangenehme Entscheidungen treffen“, sagt
Michael Prien. Wichtig sei dabei, dass alles, was im Presbyterium besprochen werde, auch innerhalb dieses Kreises bleibe
und man zu den Beschlüssen stehe.
Doch trotz dem umfangreichen Spektrums sollte sich niemand abschrecken lassen, denn es gibt auch noch ein paar andere Seiten.
„Wir machen auch hin und wieder einen Ausflug, feiern zusammen Geburtstage und pflegen das gesellige Gespräch miteinander“,
versichert Pfarrer Prien, dass es neben der Arbeit auch viel Spaß gibt. „Wir hatten in den letzten Jahren ein sehr einmütiges
Presbyterium.“
VON ULRICH LIEBER, WARENDORF
Alle vier Jahre wird in unserer Kirche gewählt.
Wählen dürfen alle Personen über 16 Jahren die zur Kirchengemeinde gehören. Zur Wahl vorgeschlagen und gewählt werden
können Mitglieder der Kirchengemeinde, die älter als 18 Jahre und konfirmiert sind. Die Amtszeit eines Presbyters
beträgt in Zukunft 4 Jahre. Der Pfarrer einer Kirchengemeinde gehört kraft Amtes dem Presbyterium an. Das Presbyterium leitet in
gemeinsamer Verantwortung die Kirchengemeinde.
Das Presbyterium in unserer Kirche.
Die Aufgaben der Presbyter
Das Wort "Presbyter" stammt aus der griechischen Sprache
und heißt soviel wie "Ältester". Die Presbyter sollen
dem Pfarrer in der Führung seines Amtes beistehen
und ihren Gaben und Kräften gemäß in den mannigfaltigen
Diensten der Gemeine mitarbeiten. So sagt es die
Kirchenordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Deshalb sind sie verantwortlich für den Unterricht und
die Gottesdienste, für Fragen der Lehre und der
Seelsorge, für die Verwaltung der Finanzmittel und
für die Pflege der Grundstücke und Gebäude. Sie
berufen und beaufsichtigen die Angestellten der Gemeinde.
Sie vertreten die Gemeinde in rechtlichen Angelegenheiten.
Das Presbyterium kann einzelnen seiner Mitglieder
besondere Aufgaben übertragen: z.B. beaufsichtigt der
Kirchmeister die Gebäude und Grundstücke und die
Finanzmittel, er vertritt notfalls auch den Pfarrer
in den Sitzungen.
Sassenbergs Presbyter
Acht Presbyter leiten gemeinsam mit Pfarrer Prien die Sassenberger Kirchengemeinde, die ca 3000 Mitglieder umfasst.
Fünf Presbyter wohnen im Stadtkern von Sassenberg, eine im Ortsteil Füchtorf und zwei im Ortsteil Greffen, das politisch
zur Stadt Harsewinkel gehört. Auf diese Weise werden die Nähe und der Zusammenhalt der Ortsteile und seiner Gemeindeglieder
gewahrt. Fünf Frauen und drei Männer nehmen ihr Presbyteramt mit Engagement entsprechend ihren besonderen Interessen wahr.
So übt Herr Gerhard Schütz das Kirchmeisteramt aus. Frau Monika Kicküm-Binggeli kümmert sich als Diakoniepresbyterin in
besonderer Weise um die Menschen in der Gemeinde. Frau Doris Sternberg ist beauftragt, die Angelegenheiten der Kirchengemeinde
in der Synode des Kirchenkreises Münster wahrzunehmen. Außerdem kümmert sie sich um die Belange der Füchtorfer Gemeindeglieder.
Herr Martin Lechner hat sich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verschrieben.
Frau Elke Hemkemeier und Herr Wilfried Schröer bemühen sich um die Gemeindeglieder in Greffen und möchten "evangelisches
Profil" in der Diaspora zeigen. Außerdem fungiert Herr Schröer als stellvertretender Vorsitzender des Presbyteriums. Alle
Presbyter und Presbyterinnen bemühen sich als gläubige evangelische Christen gemeinsam mit dem Pfarrer um den weiteren
Ausbau der Gemeinde und auch um ein ökumenisches Miteinander in unserer Stadt.
Acht Presbyter leiten gemeinsam mit Pfarrer Prien die
Sassenberger Kirchengemeinde, die ca. 3000 Mitglieder
umfasst.
(Susanne Langner)