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Evangelische Kirchengemeinde
Sassenberg |
berichtet am Samstag, den 15. Oktober 2011:
Presbyterium hat eine schwere Entscheidung zu treffen

(Foto B. Fabich)
Füchtorf (bf). Zur bereits vierten Gemeindeversammlung mit dem Thema „Schließung oder weitere Nutzung des Immanuelhauses?“
kamen jetzt das Presbyterium mit Pfarrer Michael Prien sowie Mitglieder der evangelischen Gemeinde im Füchtorfer Gemeindehaus
zusammen. Die Leitung der Versammlung übernahm Superintendent Dr. Dieter Beese. Ein Jahr Zeit hatte sich die Gemeinde gegeben,
um neue Aktivitäten zu initiieren und zu schauen, inwieweit die Räumlichkeiten besser genutzt werden können, um einer
Schließung entgegen zu wirken.
Dass emotionale Reaktionen dabei für heftige Diskussionen sorgten, liegt in der Natur der Sache. Wenn das Haus geschlossen
wird, verliert Füchtorf nach Meinung einiger Gemeindeglieder einen wichtigen Anlaufpunkt. „Wenn Busse eingesetzt werden müssen,
ist absehbar, dass die bald leer fahren“ erklärte Gudrun Böttcher gerade im Hinblick auf die neu geplanten Kleinkindergruppen.
Hier würden für Eltern, Helfer und Kinder geeignete Räumlichkeiten benötigt, um die Vorbereitungen und den Unterricht zu
gestalten.
Superintendent Beese legte mit einem Haushaltsüberblick der Gemeinden im gesamten Münsterland die prekäre finanzielle Lage der
Kirche dar und Pfarrer Prien zeigte anhand der aktuellen Haushaltslage auf, welche Kosten in den nächsten zehn Jahren auf die
Gemeinde zukommen werden.
Eine schwere Entscheidung kommt nun dem Presbyterium zu. Es gilt, Gemeindewunsch und Realtitäten gegeneinander abzuwägen.
Superintendent Beese brachte es mit diesen Worten auf den Punkt: „Mit manchen Entscheidungen macht man sich keine Freunde.“
Und so erwartet die Gemeinde nun die Entscheidung des Presbyteriums, denn eine Entscheidung ist notwendig, wie Pfarrer Prien
erklärte, um den interessierten Mietern des Hauses eine Planungssicherheit zu gewährleisten.
Das Immanuelhaus steht oft leer. Deshalb steht ein Bestand des Gemeindehaus jetzt zur Diskussion
Gemeinde versammelt sich, die Vierte
Zum nunmehr vierten Mal trifft sich die Gemeinde
am Donnerstag, 13. Oktober 2011, um 19.30 Uhr im Immanuelhaus,
um über die Zukunft des Gemeindehauses in Füchtorf zu diskutieren und sich über den Stand der Rettungsaktionen zu
in formieren.
Nach einer ersten Gemeindeversammlung wurde die Schließung auf den Dezember 2011 verschoben. Bis dahin will die Gemeinde
mit der sogenannten Steuergruppe an der Spitze versuchen, die Auslastung zu verbessern und neue Quellen zur Finanzierung
des Hauses zu erschließen.
berichtet am Dienstag, den 26. Juli 2011:

Spielgruppen-Kinder feiern mit Eltern gelungene Party
Füchtorf (ca). Seilchenspringen, Gummitwist, Schokoküsse aus der Wurfmaschine fangen und sich gegenseitig Glitzerblümchen
in pink und grün auf die Wange malen: die Kinder und Eltern hatten viel Spaß. Wasserspiele waren auch geplant, aber so
sommerlich zeigte sich das Wetter nun doch nicht.
Trotzdem spielte sich alles draußen und rund um das Immanuelhaus ab. Die 19 Kinder der Montagsspielgruppe feierten gemeinsam
mit den Eltern ein großes Abschlußfest, bevor es in die langersehnten Ferien ging.
Erst im März hatten Edeltraut Steube und Gudrun Böttcher die Spielgruppe ins Leben gerufen. Mit der Vision, das Immanuelhaus neu zu beleben und es
damit vor der drohenden Schließung zu retten, haben die beiden Gemeindeglieder damit einen großen Schritt getan. "Die Kinder
kommen einfach gerne hierher", freute sich eine Mutter.
Die Eltern Nicole Ostermann, Martina Jäckle und Michael Ulland hatten das Fest organisiert, Spiele mit Kindern geplant und
Einladungen ausgesprochen. Am späten Nachmittag lieferte ein Grill Bratwürstchen, einige Mütter brachten frische Salate mit
und sorgten für Getränke. Auch die Eltern lernten sich kennen und neue Kontakte wurden geknüpft. Der Wunsch eine Familiengruppe
zu gründen tauchte auf, und über erste Plannungen unterhielt man sich schon.
Nach den Sommerferien hat Ulrich Ulland im Immanuelhaus einen Kursus "Männer kochen" geplant. Der gelernte Koch zeigt dann,
wie man mit einem einfachen Rezept aus frischen Produkten tolle Mahlzeiten zaubern kann. Seiner Meinung nach sollten
Männer in der Küche ihre Frauen vertreten können. Und eine Dose Ravioli zu öffenen, zählt bei ihm nicht.
Männer, die mitmachen wollen, sollten sich unter Tel. 05426-930917 melden.
berichtet am Mittwoch, den 22. Juni 2011:
Das Presbyterium mit (v. l.) Monika Kickum-Binggeli, Anja Zumbrink, Martin Lerchner, Versammlungsleiter
Gerhard Disterheft, Wilfried Schröer, Doris Sternberg und Pastor Michael Prien zeigten während der
jüngsten Gemeindeversammlung im Immanuelhaus Flagge. Bild: D. Reimann
Dritte Gemeindeversammlung
Wird das lmmanuelhaus noch gebraucht oder nicht?
Sassenberg (dor). Gelingt die Belebung des Immanuelhauses, gibt es eine finanzielle Unterstützung zum Unterhalt des Mittelpunkts
der Evangelischen Kirchengemeinde in Füchtorf? Diese zwei Kriterien spielen bei der Entscheidung des Presbyteriums,
das Immanuelhaus zu schließen oder zu, erhalten, eine entscheidende Rolle. Am Montagabend fand ebendort die mittlerweile
dritte Gemeindeversammlung statt, um die gegenwärtige Situation zu beleuchten.
Zwei Familiengottesdienste, eine Kindergruppe, die sich einmal im Monat trifft, drei Familienfeiern und vier Treffen von anderen
Gruppierungen sowie Spenden in Höhe von 330 Euro - so gestaltet sich der derzeitige Ist-Zustand beim Versuch, dds
Immanuelhaus vor der Schließung zu bewahren, wie Pfarrer Michael Prien den Anwesenden, gleich zu Beginn der Zusammenkunft
mitteilte.
Obwohl der Pfarrer die Arbeit der Steuerungsgruppe, die umtriebig nach Möglichkeiten zur Belebung des Gemeindehauses
sucht und aufgrund deren Initiative bereits eine Kindergruppe entstanden ist, lobte, bleibe nach wie vor die Frage der Wirtschaft-
Iichkeit der Unterhaltung des Immanuelhauses bestehen. Michael Prien zog hier eine Aussage des Immobilienausschusses des Kirchenkreises
heran, der zufolge eine Hausbelegung von unter 30 Prozent Anlass zur Frage gebe, ob die Immobilie noch gebraucht werde.
"Mit acht bis neun Veranstaltungen pro Monat liegen wir weit unter dieser Zahl", so Prien, der auch noch einmal die Haltung
des Presbyteriums aufzeigte.
Das Leitungsgremium betrachte die Kirchengemeinde im Ganzen und nicht nur ein einzelnes Haus und müsse darüber hinaus
auch die finanzielle Entwicklung im Blick haben. AIIein im nächsten Jahr müssen durch die Pfarrstellenpauschale
und das Weniger an Gemeindegliedern etwa 4000 Euro zusätzlich aufgebracht werden. Wolle man einen ausgeglichenen
Haushalt auf lange Sicht bewahren, müssten jedoch die Ausgaben durch die Einnahmen stets gedeckt werden.
Ein Sachverhalt, den das Presbyterium im Zusammenhang mit dem Immanuelhaus, dessen Unterhaltung jährlich mit 10 500
Euro zu Buche schlägt, nicht gewährleistet sieht.
Einige Anwesende verwehrten sich dagegen, stets nur die Finanzen im Blick zu haben. "Auf die Menschen kommt es an", meint
etwa Hanhelore Blanke in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende der Sassenberger Flauenhilfe.
"Gemeindeleben kann auch ohne Räume stattfinden"
Füchtorf (dor). Dem wollte Pfarrer Michael Prien nicht widersprechen. Doch nach seiner und nach Meinung des Presbyteriums
könne das Gemeindeleben auch stattfinden, wenn es nicht diese Räumlichkeiten habe. Für die Verkündigung des Evangeliums,
für das Gemeindeleben und alle damit verbundenen Veranstaltungen seien eine Kirche, ein Gemeindehaus und ein Pfarrhaus
ausreichend.
Auf die konkrete Frage, ob nicht alle Rettungsversuche ohnehin umsonst seien, sagte Pfarrer Prien, dass es nie vergeblich
sei, etwas zu tun. Allerdings müsse die Frage gestellt werden, ob eine einzelne Kindergruppe das schlagende Argument sein könne,
um das Immanuelhaus zu halten. Wie Prien nochmals verdeutlichte, liege die Entscheidung hierüber nicht in seiner, sondern in der
Hand des Presbyteriums. Und dieses Gremium werde definitiv erst nach der vierten Gemeindesitzunp einen Beschluss über die
Schließung oder Erhaltung des Gemeindehauses fassen.
Das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde hatte auf seiner Sitzung am 28. Oktober vergangenen Jahres die beabsichtigte
Sahließung des Immanuelhäuses zum 30. Juni 2011 beschlossen. Der Grund für diese Absichtserklärung lag in der
mangelnden Belegung beziehungsweise Auslastung des Füchtorfer Gemeindehauses begründet.
In einer ersten Gemeindeversammlung stellten die Gemeindeglieder den Antrag, die Schonfrist für das Immanuelhaus in Füchtorf
auf den 31. Dezember 20l1 zu verlängern. Diesem Wunsch der Menschen ist das Presbyterium nachgekommen. Im Anschluss
daran, würde eine Steuerungsgruppe gebildet, die seither eifrig nach Belebungs- und Rettungsmöglichkeiten sucht. Aufgrund
deren Initiative konnte bereits eine Kindergruppe für Vorschulkinder ins Leben gerufen werden. Auch zwei Farniliengottesdienste
wurden durchgeführt, wovon jedoch nur der erste gut besucht war. Am Donnerstag, 13. Oktober, findet die vierte und letzte
Gemeindeversammlung mit dem Thema Schließung oder Erhaltung des Gemeindehauses statt.
Sollte es zur Schließung kommen, soll das Haus vermietet oder verpachtet werden. Diesbezügliche Anfragen habe es schon gegeben,
so Pfarrer Prien.
Neue Spielgruppe im Immanuelhaus
Eine ldee, junge Gemeindeglieder in Füchtorf zu sammeln, wurde am Montag, den 21. März, Wirklichkeit. 17 Kinder im
Alter zwischen sechs und zehn Jahren waren mit ihrem Rädchen oder Roller zur Spiel- und Bastelgruppe ins Immanuelhaus
gekommen. Aus Tonpapier, Filz und bunten Bändern bastelten die Kinder mit großem Eifer farbenfrohe Frühlingsblüten
und phantasievolle Eierwärmer.
"Das macht richtig Spaß", sagten nicht nur die Kinder, sondern auch Frau Edeltraud Steube und Frau Gudrun Böttcher,
die von dem großen Interesse und der Kreativität der Kinder begeistert waren. Seitdem treffen sich die Kinder
jeden ersten Montag im Monat von 15 bis 16.30 Uhr. Es wird gebastelt, gesungen, eine spannende Geschichte vorgelesen
oder bei schönem Wetter auch im Freien gespielt.
lm Durchschnitt kommen 15 Kinder ins Immanuelhaus, so dass die Initiatorinnen Unterstützung gut gebrauchen könnten.
Hätten Sie Lust mitzumachen?
Die nächsten Treffen finden statt am 6. Juni, 4. Juli, 12. September, 10. Oktober,
7. November und 5. Dezember.
Edeltraud Steube und Gudrun Böttcher
berichtet am Mittwoch, den 30. März 2011:
Die Zukunft des Füchtorfer Immanuelhausesliegt (vorn, v.l.) Monika Kiküm-Binggeli, Versammlungsleiterin Susanne Langner
und Anja Zumbrin sowie (hinten v. l.) Wilfried Schröer, Doris Sternberg, Martin Lechner, Kirchenmeister Gerhard Schütz und
Pfarrer Michael Prien am Herzen
Bild: C. Alsmann
Gemeinde arbeitet mit Elan an
Lösung für das lmmanuel-Haus
Füchtorf (ca). Nachdem im November eine Schonfrist für die Schließung des Immanuel-Hauses bis zum Jahresende vom Presbyterium
der Evangelischen Kirchengemeinde beschlossen worden war, fand am Montag eine zweite öffentliche Versammlung
statt. Presbyterium und rund 30 Gemeindeglieder setzten sich ein weiteres Mal mit Nutzung und Finanzierung
des Füchtorfer Gemeindehauses auseinander.
Nach der Begrüßung und einer kurzen Andacht, zelebriert von Pfarrer Michael Prien, wählten die Anwesenden Susanne Langner
zur Versammlungsleiterin. Zur momentanen Situation des aus wirtschaftlichen Gründen von der Schließung bedrohten
Hauses berichtete sodann Pfarrer Prien. Dabei ging er zunächst auf die seit Jahren viel zu geringe Auslastung des Hauses aus.
Sieben bis acht Veranstaltungen im Monat seien bei weitem nicht ausreichend, um die Unterhaltung zu rechtfertigen, so Prien.
"30 Prozent Auslastung, wenn man zum Beispiel von acht Stunden täglich als 100 Prozent ausgeht, sind für den Erhalt erforderlich",
zitierte Prien ein Mitglied des Immobilienausschusses des Kirchenkreises.
Hier steuern aktive Gemeindeglieder jetzt in die richtige Richtung. Mit einem gut besuchten Familiengottesdient und einer
neuen Kindergruppe ist schon ein Anfang gemacht. Allerdings wünscht man sich noch mehr aktive Gemeindeglieder. "Man muss
zu den Leuten gehen, sie persönlich ansprechen", waren sich die Anwesenden einig.
Auch die finanzielle Entwicklung der Kirchengemeinde wurde von Prien aufgezeigt. Diese werde in den kommenden Jahren negativ
verlaufen. Kosten für Personal, Energie und auch für die Pfarrstelle stiegen an. Dank ehrenamtlicher Helfer hätten
Personalkosten in den vorigen Jahren um rund 20 Prozent gesenkt werden können, sonst müssten schon heute die Rücklagen den
Haushalt ausgleichen. Hier hofft man auf eine Belebung des Förderkreises. Beim Osterbasar am Sonntag will man die Gelegenheit
nutzen und aktiv hierfür werben.
Ausdrücklich wurde auch eine Nutzung des Immanuel-Hauses für Familienfeiern begrüßt. Und
wer Interesse hat, eine Gruppe zu gründen oder eine Veranstaltung zu initiieren, die seiner Lebenssituation entspricht,
soll sich melden. "Das Gemeindeleben in Füchtorf und Sassenberg muss in Bewegung bleiben. Es macht schließlich Spaß, etwas
Neues wachsen zu lassen und es gebührend zu pflegen", war man sich einig. Die Gemeindeglieder, das wurde deutlich, geben die
Hoffnung nicht auf und arbeiten zielstrebig an einer Lösung.
berichtet am Freitag, den 25. März 2011:
Mehr Leben ins Immanulehaus: Das ist das bestreben der Evangelischen Kirchengemeinde. Ansonsten steht das Gebäude zur
Disposition. Bild: Mettelem
Kirchengemeinde sucht Ideen für Immanuelhaus
Füchtorf/Sassenberg (ca)
Die "Steuergruppe" der evangelischen Kirchengemeinde, die sich die Belebung und den Erhalt des Immanuel-Hauses auf die
Fahne geschrieben hat, traf sich am Montagabend in Füchtorf.
Seitdem Ende November bekannt wurde, dass dem Gemeindehaus mangels Belegung und leerer Kassen die Schließung droht,
beschäftigen sich Ilse Hartdorf, Willy Szameitat, Edeltraut Steube, Anja Zumbrink, Gudrun Böttcher und Pastor Michael Prien
aktiv mit der Ideenfindung zur Belebung des Hauses. Erste kleine Lichtblicke konnten auch schon verzeichnet werden. Breiten
Raum nahm bei dem Treffen die neue Kindergruppe ein. Diese startete mit großem Erfolg und wird so auch von der Gemeinde
unterstützt. Und dann bleibt da noch die finanzielle Seite. Der Förderkreis der Kirchengemeinde wurde inzwischen wiederbelebt.
"Hier konnte bisher allerdings noch keine nennenswerten Eingänge festgestellt werden", so Pfarrer Prien. Wer bereit ist den
Förderverein zu Gunsten des Immanuel-Hauses zu unterstützen, kann dieses in dem Beitrittsformular und auch im Verwendungsnachweis
vermerken
Welche Ideen die Steurgruppe sonst noch hat und Näheres zu dem bisherigen Erfolgen wird die Gemeindesitzung am Montag,
28. März, ab 19.30 Uhr sicherlich erfahren. Über eine große Beteiligung sowie Anregungen und neue Ideen freuen sich die
Mitglieder der Steuergruppe mit Pfarrer Prien und das Presbyterium.
berichtet am Donnerstag, den 24. März 2011:

Geschickte Kinderhände basteln Frühlingsblüten und Eierwärmer
Füchtorf (ca) Malen, Schneiden, Kleben - unter geschickten Kinderhänden entstanden aus Tonpapier, Filz und bunten Bändern
zarte Frühlingsblüten und Phantasievolle Eierwärmer.
Drei Jungen und 14 Mädchen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren waren am Montagnachmittag der Einladung der evangelischen
Kirchengemeinde gefolgt und zur Spiel- und Bastelgruppe ins Immanuelhaus gekommen. Scheren und Kleber wurden verteilt, schnell
waren alle mit Eifer dabei. Die Freude über das Selbstgemachte war in den kleinen Gesichtern abzulesen. Papier, Filzreste und
hübsches Zubehör hatte der Bastelkreis zur Verfügung gestellt. "Ein toller Start für das neue Angebot", freuten sich Gudrun
Böttcher und Edeltraut Steube über das große Interesse. Für Eric, Jessica, Alea, Hanny, Lukas, Paula, Lars und alle anderen
stand jedenfalls am Montag fest: "Wir sind das nächste Mal wieder dabei!"
Wer neugierig geworden ist und mitmachen möchte: Grundschulkinder der ersten bis vierten Klasse treffen sich in der
Spiel- und Bastelgruppe an jeden ersten Montag im Monat von 15 bis 16.30 Uhr im Immanelhaus. Der nächste Termin ist
der 4. April, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es werden schöne Dinge gebastelt, fröhliche Lieder gesungen,
Geschichten vorgelesen, und bei schönem Wetter wird auch im Freien gespielt. Freuen würden sich die Initiatorinnen auch über
Mütter, die sich hilfreich einbringen möchten.

(Foto Hannelore Blanke)
Familiengottesdienst am 6. März 2011 im Immanuelhaus, Füchtorf
Die Idee, junge Familien in die Gottesdienste des Immanuelhauses einzubinden, wurde am Sonntag, den 6. März verwirklicht.
Ungefähr 8 bis 9 Kinder der Füchtorfer Grundschule besuchten mit ihren Eltern den Familiengottesdienst, den Pfarrer Michael
Prien mit Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klasse vorbereitet hatte. Mit diesen Schülerinnen und Schülern feiert er
monatlich Schulgottesdienst.
Zur Erzählung über Johannes 2 spielten die Kinder pantomimisch die Hochzeit zu Kana. Der Gottesdienst fand bei Erwachsenen
und Kindern einen guten Anklang.
Nach dem Gottesdienst waren alle Gottesdienstbesucher zum Kirchencafé eingeladen. Dabei kam es zu einem regen Austausch -
auch über das Immanuelhaus. Wunsch von Kindern ist es, sich auch einmal nachmittags im Immanuelhaus zu einer Kindergruppe zu
treffen. Familiengottesdienste können eine Erweiterung der Kinder- und Kleinkindergottesdienste werden, in denen seit 2002
junge Familien gemeinsam kindgerecht Gottesdienst feiern.
Dreieinhalb Monate nach der Gemeindeversammlung im November 2010 ist damit eine Idee der Steuergruppe umgesetzt worden.
Zu danken ist den Mitgliedern des Arbeitskreises sowie Frau Anna Timm und Frau Swetlana Mamaev für die Organisation des
Kirchencafés.
Am Montag, dem 28.März, findet um 19.30 Uhr die nächste Gemeindeversammlung im Immanuelhaus statt. Hier haben erneut
alle Gemeindeglieder die Möglichkeit, sich über die augenblickliche Situation zu informieren.
(M. Prien)
Warum wir das Immanuelhaus brauchen
Eine persönliche Bestandsaufnahme von Susanne Langner
Braucht die Gemeinde das Immanuelhaus in Füchtorf?
Seit Monaten wird diese Frage in der Gemeinde diskutiert. Die Einen sagen: Wir wollen und können auf liebgewordene Gewohnheiten
nicht verzichten, uns in einem Haus, das zugleich Kirche ist, zu Gottesdiensten, zu Unterricht und Beisammensein der
einzelnen Gruppen zu treffen. Es ist unser evangelisches „Zuhause“. Die Anderen reagieren rational und meinen, in wenigen Jahren
lassen die knappen finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde eine Nutzung ökonomisch kaum noch verantwortbar sein.
Vor 20 Jahren wurde das Haus fertig gestellt und geweiht. Voller Stolz nahm die Gemeinde ihr Immanuelhaus in Besitz.
Nun mussten die Gottesdienste nicht mehr in einer angemieteten Kapelle auf Harkotten gefeiert werden oder
sich die Gemeindegruppen in Gaststätten oder Wohnzimmern treffen.
Freilich in 20 Jahren hat die Euphorie und die Freude am neuen Haus nachgelassen. Das Immanuelhaus ist selbstverständlich
geworden, es gehört zum alltäglichen Leben in Füchtorf. Es stellt ein Gegenüber zur katholischen Kirche dar und wird in
der Füchtorfer Öffentlichkeit entsprechend respektiert und geachtet.
Das ökumenische Miteinander von katholischen und evangelischen Christen ist auch dadurch enorm gewachsen. Die gemeinsam gestalteten
Pfarrfamilienfeste und ökumenischen Gottesdienste, auch im Immanuelhaus, sind dafür ein sichtbares Zeichen.
Sogar ein ökumenischer Besuchsdienst hatte sich gebildet.
Das war in Füchtorf nicht immer so. Man grenzte sich gegeneinander ab; hier die „Evangelischen“, meist Heimatvertriebene
und Zugezogene, da katholische ansässige Bauern mit ihren Familien, die sich von der fremden Konfession abkapselten. Mit dem
Bau des Immanuelhauses änderte sich das Verhalten zueinander schlagartig. Nun baute die evangelische Kirchengemeinde Sassenberg
in Füchtorf ein Gemeindehaus. Viele Spenden und unentgeltliche Arbeitsstunden wurden investiert. Größere Geldbeträge und wertvolle Geschen-
ke wurden zielgerichtet nur für dieses Haus gespendet. In diesem Haus konnte man sich treffen, hier konnte man auch die
katholischen Nachbarn einladen. Und die kommen bis heute gern, denn die evangelische Gemeinde ist in Füchtorf der
katholischen Bevölkerung ebenbürtig geworden, sichtbar für jedermann durch das Immanuelhaus.
Kinder und Konfirmanden können sich mir ihrer Kirche, mit ihrem Gemeindehaus identifizieren: sie können wie
selbstverständlich in die Gemeinde hineinwachsen, weil sie zu ihrem heimatlichen Umfeld gehört.
So sollten kluge Presbyter auch in Zukunft auf dieses Haus nicht verzichten und alles nur Mögliche tun, um verstärkt
evangelische Gemeindeglieder auch in Füchtorf zu aktivieren und zu sammeln, damit sie als lebendige Gemeinde
in der Füchtorfer Öffentlichkeit sichtbar bleiben. In der Geschichte der evangelischen Gemeinde hat es vor Jahrzehnten
wesentlich größere finanzielle Engpässe gegeben als heute. Sie sind alle mit Anstrengung, Mühe und Gottvertrauen
der Gemeindeglieder und ihrer Pfarrer gemeistert worden. Sollte das in heutiger Zeit nicht auch möglich sein?
Kirche und Gemeindehaus in Sassenberg zu nutzen, ist für entfernt Wohnende in einer Flächengemeinde nicht nur unattraktiv,
sondern auch trotz vielfacher Motorisierung nicht nur für ältere Gemeindeglieder zu beschwerlich.
Kirche soll zu den Menschen hingehen, so sagt es auch der Missionsbefehl Matthäus 28,19, den wir alle einst im
Konfirmandenunterricht gelernt haben.
So sollten wir uns glücklich schätzen, dafür ein Haus zu besitzen. Es nutzen und nicht wegen auftretender finanzieller
Engpässe aufgeben und veräußern.
Susanne Langner (Auszug aus dem Gemeindebrief "Der gute Hirte" 2/2011)
Gemeindeversammlung:
Jetzt mitreden und gestalten!
Am Montag, 28. März,
besteht erneut Gelegenheit, sich im Rahmen einer Gemeindeversammlung über die Zukunft
des von der Schließung bedrohten Immanuelhauses in Füchtorf auszutauschen. Beginn ist um 19:30 Uhr in eben diesem Gemeindehaus
an der Immanuel-von Ketteler-Straße in Füchtorf.

Das Presbyterium stand swe Gemeindeversammlung Rede und Antwort (v.l.)
Monika Kickum-Binggeli, Doris Sternberg, Sassenbergs Bürgermeister Uphoff
als Gast, Martin Lechner, Gerhard Schütz, Anja Zumbrink und Pastor Prien. (Foto: UvB)
Finanzen oder Gemeindesammlung?
Um die Zukunft des Immanuelhauses wird gerungen
Die Wogen in Teilen der Gemeinde schlugen hoch, nachdem das Presbyterium Ende vergangenen Jahres angekündigt hatte, das Immanuelhaus
in Füchtorf müsse in diesem Sommer voraussichtlich geschlossen werden.
Knappe Kassen und eine viel zu geringe Nutzung des Gemeindehauses gaben die Gemeindeältesten als Grund für ihren Entschluss an. Argumente,
die nicht jedes Gemeindeglied so gelten lassen wollte. Bei der ersten von insgesamt vier Gemeindeversammlungen im Vorfeld der möglichen
Schließung ging es folglich höchst emotional zu. Immerhin gab es auch zwei ganz handfeste Ergebnisse:
eine Fristverschiebung und die Gründung eines Arbeitskreises „Zukunft“, der sich intensiv mit der Rettung des Hauses für die Gemeinde
beschäftigen will. Der Wehrmutstropfen der Versammlung: Es waren kaum Füchtorfer vertreten.
(UvB)
Sorgen um den Gemeindehaushalt
Kirchmeister Gerhard Schütz stellte vor den Gemeindegliedern zunächst noch einmal die nackten Zahlen in den Mittelpunkt.
Als Hauptverantwortlichen für die Finanzen der Gemeinde grauste es ihm angesichts von jährlich 10.000 Euro Kosten für die
Unterhaltung des Gebäudes, Versicherungen und Personal inklusive, aber einer Auslastung des Hauses von nur etwa
10 Prozent.
Im Gemeindehaushalt wird es in den kommenden fünf Jahren, für die das Presbyterium jetzt seine mittelfristige
Finanzplanung erstellt hat, ohnehin enger. Sinkenden Finanzzuweisungen von Seiten der Landeskirche stehen sprunghafte
Kostensteigerungen im Personalbereich gegenüber, so
sprunghaft, dass es manch Anwesender kaum glauben mochte.
Altersvorsorge rollt auf die Gemeinden zu
Dabei geht es um die leidige Frage der Altersvorsorge. Da die Kirche festgestellt hat, dass ihre Pastoren älter
werden, ihre Pensionskasse angesichts des Aufbaus Ost und der künftig sinkenden Zahl an Pastoren aber vergleichsweise leer ist,
erlegt sie den Gemeinden mit einer sogenannten Pfarrkostenpauschale zusätzliche Vorsorgeausgabenauf. Begonnen wird jetzt mit
2000 Euro, 2016 sind aber bereits 10.000 Euro pro Jahr erreicht.
Geld ist weg, Haus ist weg, alles ist weg?
Einsparen oder Verbesserung der Einnahmen, so lauten für das Presbyterium die Alternativen. Da die Auslastung des Immanuelhauses
so gesunken sei, habe man sich für das erstere entschieden, berichtete Schütz. Zögere man mit der Schließung zu lange, hieße es in
wenigen Jahren „das Haus ist weg und das Geld ist weg“.
„Gott an die erste Stelle setzen!“
Die Gemeindeversammlung war gut besucht, doch es fehlten die Füchtorfer. Doch die nächste Versammlung kommt bestimmt,
und zwar am 28. März um 19:30 Uhr wieder im Immanualhaus. auf rege Teilnahme aus allen drei Orten der Gemeinde ist zu hoffen (Foto:UvB)
Der Argumentationsgang, stieß bei vielen, die zur Gemeindeversammlung gekommen waren, auf wenig Gegenliebe. Es werde zu viel von
Geld geredet, so die Kritik. „Wir müssen wieder Gott den ersten Platz in der Gemeinde geben“, forderte eine der Anwesenden bewegt.
An Ideen, wie das Haus von der Gemeinde für zusätzliche Aktivitäten genutzt werden könnte, mangelte danach nicht.
Weniger vertreten waren Anregungen, wie die Einnahmenseite gestärkt werden könnte.
Die Gemeindeversammlung war gut besucht, doch es fehlten die Füchtorfer. Doch die nächste Versammlung kommt
bestimmt, und zwar am 28. März um 19.30 Uhr wieder im Immanuelhaus. Auf rege Teilnahme aus allen drei Orten
der Gemeinde ist zu hoffen.
Uphoff: Noch ist es fünf vor zwölf
Bürgermeister Uphoff, der als Gast an der Versammlung teilnahm lobte den Entscheidungsprozess in der Gemeinde:
das Presbyterium habe einen „klugen Entschluss“ gefasst, denn noch könne „fünf vor zwölf diskutiert“ werden. Nun allerdings,
so wurde allseits deutlich, müssten Aktivitäten folgen,
um das Immanuelhaus für die Gemeinde zu retten.
„Arbeitskreis Zukunft" steigt in den Ring
Zunächst einmal bat die Gemeindeversammlung das Presbyterium mit großer Mehrheit, den Beschluss zur Schließung bis zum
31. Dezember 2011 auszusetzten. Dem wollten die Gemeindeältesten auch gerne nachkommen. Außerdem bildete sich ein
Arbeitskreis „ Zukunft“ der zur Gemeindebeiratsversammlung im Februar schon verschiedenen Aktivitäten vorstellen konnte.
Mitglieder des Arbeitskreises sind derzeit Gudrun Böttcher, Ilse Hartdorf, Edeltraut Steube, Willi Szameitat, Presbyterin Anja Zumbrink
und Pastor Michael Prien. Sie sammeln und bewerten sowohl Ideen zur inhaltlichen, wie zur finanziellen Verbesserung der Situation
rund um das Gemeindehaus.
Jede Menge Ideen
Auf der inhaltlichen Seite ist als erstes geplant mehr Besucher in den Füchtorfer Gottesdienst zu locken.
Insbesondere auch Familien wollen die Aktiven ansprechen und haben dafür bereits den Kontakt zur Grundschule
geknüpft. Kirchenkaffee und eine mögliche Kindergruppe sollen diesen Bereich abrunden.
Eine weitere Idee ist die engere Einbindung der Spätaussiedler. Hier hatte es in den 90-er Jahren, nachdem es in einer
Füchtorfer Spätaussiedlerunterkunft gebrannt hatte, bereits erfolgreiche Bemühungen gegeben, die mittlerweile aber wieder eingeschlafen
sind. Für Jugendliche will der Arbeitskreis zudem das Jugendpfarramt in Münster in die Pflicht nehmen, um möglicherweise attraktive
Angebote für die Konfirmanden und Nach-Konfirmanden auf die Beine zu stellen.
„Wir sind aus dem Dornröschenschlaf erwacht“
„Wir sind aus unserem Dornröschenschlaf
erwacht“ beschrieb Gudrun Böttcher den Mitgliedern des Gemeindebeirates die optimistische Stimmung im Arbeitskreis. Bleibt zu
hoffen, dass sich dem Ruck viele Gemeindemitglieder anschließen, vor allem auch in Füchtorf, und dassgleichzeitig auch die
finanzielle Seite geklärt werden kann. Mitmacher und Ideengeber sind immer noch hoch willkommen.
Ulrike von Brevern
berichtet am 28. Januar 2011:
Steuerkreis aktiv
Immanuelhaus zur Mitte des Gemeindelebens machen
Von unserem Redaktionsmitglied ROLF AUSTRUP
Füchtorf (gl) Zur Rettung des Immanuelhauses der
evangelischen Kirchengemeinde in Füchtorf soll der Förderkreis wieder belebt werden, der seinerzeit maßgebllich am Neubau
des Gemeindezentrums mitgewirkt hatte. Außerdem soll das Gebäude wieder mit Leben gefüllt werden.
Wie berichtet, ist das christliche Haus an der Von-Korff-Straße in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Außerdem finden
dort kaum noch Veranstaltungen statt, sodass noch vor wenigen Wochen die Schließung unausweichlich erschien. Mittlerweile hat
sich eine Steurgruppe gegründet, die Möglichkeiten zur Rettung auslotet. Wie deren Leiterin, Gudrun Böttcher, jetzt im Gespräch
mit der "Glocke" sagte, erscheinen mittlerweile erste Silberstreifen am Horizont.
"In einem ersten Sschritt wolllen wir versuchen, das Haus wieder zum Zentrum gemeindlichen Lebens in Füchtorf zu machen,"
sagt Böttcher. Und da gebe es schon einige interessante Ideen. So will man beispielsweise einen Konfirmanden-Treff
vor Ort einrichten, eine regelmäßige Kindergruppe für Sechs- bis Elfjährigen anbieten und die Familiengottesdienste
der Gemeinde im Spargeldorf feiern. Weitere Konzepte um die Gemeinde im Immanelhaus zusammeln, sind in Arbeit.
Doch damit kommt das nötige Geld nicht zusammmen, um das weitläufige Haus unterhalten zu können. Deshalb erinnerte sich die
Steuergruppe an den Förderkreis, der seinerzeit maßgeblich bei der Beschaffung von Mittteln für die Errichtung des
mittlerweile 20 Jahre alten Gebäudes involviert war. Vereinszweck war die Verbesseung der räumlichen Situation in der
Gemeinde. Formal besteht dieser Kreis nach wie vor, wenn auch die meisten der Mitglieder nach dem seinerzeitigen Ende
der Bauarbeiten ausgetreten sind. Ein Kern von 13 Gemeindegliedern hält allerdings noch immer die Stange, und auch die
früheren Förderkreisler treffen sich einmal im Jahr zu einem Dankeschön-Kaffeetrinken.
"Diesen Kreis, der sich damals nach Erreichen des Vereinszwecks zu Recht nahezu aufgelöst hatte, möchten wir nun
reaktivieren, um Geld für den Erhalt der Bausubstanz und den Betrieb des Immanuelhauses hereinzubekommen", sagte
Gudrun Böttcher. Ein entsprechender Aufruf werde im nächsten Gemeindebrief abgedruckt, der Anfang Februar in Druck gehen soll.
Beigelegt wird ihm ein Beitrittsformular, das später auch über die Internetpräsenz der Gemeinde heruntergeladen werden kann.
Am 8. Dezember 2010 berichten "Die Westfälischen Nachrichten":
Ideen für das Immanuel-Haus

Sie sammelten Ideen zum Erhalt
des Immanuel-Hauses
(stehend, v. l.): Edeltraud Steube, Michael Prien,
Anja Zumbrink,
Ilse Hartdorf und (sitzend) Gudrun Böttcher und
Willi Szameitat. Foto: (Lieber)
Sassenberg/Füchtorf - Ist das Immanuelhaus noch zu retten? Dieser Frage stellte sich am Montagabend mehrere Gemeindeglieder,
die sich zu einem ersten „Brainstorming“ traf. Dabei wurden zahlreiche Ideen entwickelt und in den Raum geworfen, über deren
Realisierung nun nachgedacht wird.
„Zielsetzung ist es, das Gemeindehaus zu erhalten. Und das kann man aus zwei Perspektiven angehen“, sagte Pfarrer Michael
Prien, der selbst aktiv mitarbeitet. Zum einen könne man sich Gedanken über die Nutzung und zum anderen über die Finanzierung
machen. Bei der Nutzung müsse dann noch einmal unterschieden werden, ob es sich um Gemeinde eigene Gruppen oder um fremde
Gruppen handele.
Beim Ideenaustausch, der zunächst einmal ohne wirkliche Umsetzungsüberprüfung stattfand, kamen einige interessante Vorschläge.
„Es wurde angeregt, einen Fahrradstützpunkt einzurichten, denn der Radweg geht genau am Haus vorbei“, sagte Prien. So wäre
es denkbar, eine Radstation an schönen Sommertagen aufzubauen, an der es Kaffee, Kuchen, Getränke und nicht zuletzt auch
eine Toilette gäbe.
Eine Hobby-Kunstausstellung könnte organisiert werden, und man könnte die Künstler fragen, ob sie Interesse hätten, dort Kurse
anzubieten. Vorstellbar seien auch eine Theatergruppe mit Kindern und Erwachsenen, eine Krippenausstellung, Koch- und Backkurse,
Nähen für Anfänger, eine Buchausstellung, Vorlesestunden zu Ostern und Weihnachten, Kindergruppen, Gesellschaftsspiele für
Kinder und Erwachsene, Konfirmandennachmittage und vieles mehr. Die sechs Teilnehmer hatten eine Menge Ideen.
Auf der Seite der Finanzierung wurde angeregt, den Förderkreis der Kirche neu zu beleben, damit dieser Aktionen startet,
um Geld für das Immanuel-Haus zu sammeln. Auch die Vermietung an Privatpersonen, um dort Feierlichkeiten auszurichten,
wurde ins Gespräch gebracht. „Das alles sind erstmal nur Ideen, die wir in den nächsten Wochen auf Realisierbarkeit prüfen
werden“, sagte Prien. Die Gruppe wolle sich nun alle vier bis sechs Wochen treffen. Für weitere Anregungen wäre Prien dankbar.
VON ULRICH LIEBER, WARENDORF
Weiter berichtet "Die Glocke" am 24. November 2010:
Steuergruppe gegründet
Ideen zur Rettung des Gemeindezentrums gesucht
Sassenberg (dor) Dem Antrag auf Aufschub des Schließungstermins für das Immanuelhaus bis Dezember
2011 muss nun vom Presbyteriun noch stattgegeben werden. Gerhard Schütz, der als Kirchmneister die Position des Presbyteriums
vertrat, zeigte durchaus Bereitschaft, diesem Vorschlag zuzustimmen. Allerdings warnte er vor zu großer
Euphorie. "Sie müssen viel Geduld aufbringen, viele Rückschläge hinnehmen", warnte er die Anwesenden
vor der großen Aufgabe, die nun vor ihnen liegt. Er stellte jedoch auch eines unmissverständlich klar: "Schafft die Gemeinde
es bis zu diesem Stichtag nicht, ein schlüssiges Gesamtkonzept vorzulegen, das eine deutliche Belebung
des Inmanuel-Hauses bewirkt, wird das Haus unweigerlich geschlossen. "Die Möglchkeiten lauten dann
"Vermietung, Verpachtung oder auch Verkauf", erläuterte Pfarrer Prien. Er sagte auch, dass das Landeskirchenamt an einem
Verkauf nicht interessiert sei. Nun heiße es, die Ärmel hochzukrempeln und nichts unversucht lassen.
Zur Koordination der Aktivitäten wurde eine Steuergruppe gegründet. Diesem Gremium gehören Gudrun Böttcher, Ilse Harthoff,
Willy Szameit, Anja Zumbrink und Pastor Michael Prien an. Sie nehmen Ideen zur Rettung des
Hauses entgegen.
"Die Glocke" berichtet am 14. November 2010:
Gemeindeversammlung Entsetzen über drohendes Aus für das lmmanuelhaus
Vertreter des Presbyteriums sowie der gesamten evangelischen Kirchengemeinde bezogen im
Immanuelhaus Stellung zur drohenden Schließung desselben. Im Bild (v.l.) Monika Kickum-Binggeli,
Doris Sternberg, Bürgermeister Josef Uphoff, Versammlungsleiter Ernst Tresch, Kirchmeister Gerhard Schütz,
Anja Zumbrink und Pastor Michael Prien. Bild: D. Reimann
Sassenberg (dor). Die Schonfrist für das aus wirtschaftlichen Gründen von der Schließung bedrohte
Immannuelhaus in Füchtorf soll auf den 31. Dezember 2011 verlängert werden. Diesen Antrag wollen die Gemeindeglieder
ans Presbyterium stellen. Das ist das Ergebnis der Gemeindeversammlung, die am Montag im Immanuelhaus stattfand.
Gut 3112 Gemeindeglieder aus Sassenberg, Füchtorf und Greffen gehören der evangelischen Kirchengemeinde
an. Sie alle waren eingeladen, an der Gemeindeversammlung teilzunehmen.
Schließlich stand ein aktuelles Thema zur Diskussion: die drohende Schließung des Gemeindehauses.
Wie Pastor Michael Prien eingangs berichtete, habe das Presbyterium aus wirtschaftlichen
Uberlegungen auf seiner jüngsten Sitzung am 28. Oktober 2010 die Schließung des Immanuelhauses zum 30. Juni 2011 anzustreben.
Der Grund für diese Absichtserklärung liegt in der mangelnden Auslastung des Füchtorfer Gemeindehauses
begründet. Zur Verdeutlichung präsentierte Pfarrer Michael Prien, der zugleich Vorsitzender des Presbvteriums
ist, eine Tabelle, die die magere Belegung während der vergangenen Monate aufzeigte. Mehr als
durchschnittlich acht Belegungstermine wurden nicht erreicht, im Monat August 2010 fanden gar nur jeweils zwei Veranstaltungen
im Immanuel-Haus statt.
"Das reicht für ein Weiterexistieren beileibe nicht aus", betonte Pfarrer Prien nochmals. 10.500 Euro koste die
Kirchengemeinde allein die Unterhaltung des Hauses. Zu viel, wenn es nicht genutzt werde. Wie erwartet, waren die
knapp 40 Anwesenden entsetzt über das Damoklesschwert, das über dem Hause hängt. Einige Gemeindebeiratsmitglieder beklagten,
sie hätten sich früher einen Hinweis oder eine Warnung gewünscht. Pfarrer Michael Priens stellt hier klar: "Das Presbyterium
musste erst mal eine Meinung finden, dann kann ich damit nach außen gehen".
Einigkeit indes herrschte darüber, welche Richtung eingeschlagen werden soll. So einfach wollen die Gemeindeglieder die Segel
nicht streichen. Mit vereinten Kräften wollen sie versuchen, das Ruder herumzureißen. Udo Steube stellte den Antrag,
die Schonfristauf den 31. Dezember 2011 zu verlängern. "Bis zum Juni 2011 können wir gar nichts bewirken. Diese Zeitspanne ist
einfach zu kurz", sagte Steube, dessen Antrag schließlich angenommen wurde.

Das Immanuelhaus in Füchtorf
Der Grundstückserwerb
1983 wurde der Ortskern in Füchtorf überplant. Auf dem Grundstück der alten Volksschule,
die inzwischen abgerissen war, bot die Stadt Sassenberg der ev. Kirchengemeinde einen Teil
davon an der Anton-Böhmer-Str. zum Kauf an. Mit Hilfe des Kirchenkreises Münster konnte
das Grundstück erworben werden. An den Bau eines Hauses war damals wegen fehlender Gelder
nicht zu denken. Fünf Jahre später änderte die Stadt ihre Planungen und wollte dieses
Grundstück anders nutzen. Sie bot ein größeres Grundstück an der E.-v.-Ketteler-Str. genannt
"Pastors Busch", zum Tausch an.
Schöne Planung, doch Probleme beim Bau
1989 begannen mit dem Architekten Palfner die Planungen des Hauses. Es sollte ein Mehrzweckhaus
sein, in dem Gottesdienste ebenso wie andere Gemeindeaktivitäten stattfinden konnten.
Und es sollte sich an die Umgebung anpassen. Ein Holzständerhaus konnte diesen Ansprüchen
gerecht werden. Die Finanzierung war gesichert, der Bau konnte im Oktober 1989 beginnen
Bei den Ausschachtungsarbeiten stellte sich heraus, dass an dieser Stelle vor Jahrzehnten
ein Flachsteich lag. Die Fundamente mussten neu berechnet und verstärkt werden, die Baukosten
erhöhten sich beträchtlich. Der Baubeginn verzögerte sich um ein ganzes Jahr auf den Herbst 1990.
Viel Aufregung gab es deshalb.
Innerhalb eines Jahres stand ein schmuckes Haus, das auch von Fachleuten des Landeskirchenamtes
bewundert wurde.
Festliche Einweihung und lang ersehnte Nutzung des Hauses
Am 6. 10. 1991 wurde es mit einem Festgottesdienst seiner Bestimmung übergeben.
Die Gemeinde hatte nun endlich einen Saal für Gemeindefeste, die fortan in Füchtorf
stattfanden. Um die Anschaffung gottesdienstlicher Geräte und eine kleine Orgel
machten sich besonders die Füchtorfer Presbyter Tresch und Hartmann verdient.
Die anteiligen Erlöse der ökumenischen Pfarrfamilienfeste in Füchtorf wurden
dafür verwendet. Das Haus wird von der gesamten Bevölkerung Füchtorfs gut angenommen.
Susanne Langner